Hitzhofen mit Sieg und Mannschaftsrekord erfolgreich

Spannende Begegnungen und Punkte für Hitzhofener mit  Mannschaftsrekord in Unteriglbach

Die Hubertusschützen von Hitzhofen-Oberzell waren am Sonntag zum letzten Wettkampftag der zweiten Bundesliga Süd Luftpistole zu Gast in Unteriglbach bei Vilshofen und mussten im ersten Wettkampf trotz Mannschaftsrekord gegen SV Rettenbach klein beigeben. Am Nachmittag in der letzten Begegnung konnten die Punkte gegen den Gastgeber Unteriglbach mit nach Hause genommen werden. Hitzhofen ist Tabellenvierter geblieben und hat alle gesteckten Ziele erreicht.

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Die Anreise der Hitzhofener ins 220 km entfernte Unteriglbach bei Vilshofen war schon etwas von den derzeit widrigen Winterbedingungen beeinträchtigt. Überall im Süden Schnee auf den Straßen, umgeknickte Bäume, Feuerwehren und THWs unterwegs. Da die Hitzhofener erst um 12:30 Uhr den ersten Wettkampf hatten, gab es dadurch keine Beeinträchtigungen und die Gastgeber der Adlerschützen Unteriglbach hatten gut eingeheizt und auch sonst alles fürs leibliche Wohl getan.

In der ersten Begegnung hatte der SV Hitzhofen-Oberzell SV Rettenbach zu Gast. Ein unberechenbarer Gegner, hatten sie in dieser Saison doch schon mal 1863 Ringe auf die Scheiben gezaubert. Doch Hitzhofen war heiß auf diese Begegnung und wollte zeigen, was sie drauf haben. Paul Fröhlich legte mit 95,94,94 schon mal mächtig vor. Seine Gegnerin Andrea Haas konnte mit 93,94 mithalten, musste aber dann mit einer 91 klein beigeben. Paul Fröhlich legte dann gar eine 97 nach und sicherte sich dem Punkt mit 380 gegenüber Haas mit 371. Andrea Heckner vom SVHO legte ebenfalls furios mit 96,93,96,93 los und sicherte sich den zweiten Punkt klar mit 378 gegenüber dem Rettenbacher Johann Seitz mit 367 Ringen.

In der dritten Paarung fand Lisa Schnaidt vom SVHO nach 91,91 erst in der dritten Serie mit 95 in den Wettkampf, was letztendlich nicht mehr zum Sieg reichte. Sie musste den Punkt an den Rettenbacher Tobias Spötzl mit 367:373 abgeben.

In der Paarung fünf kam Laura Schnaidt vom SVHO mit den Serien 90, 92, 95 gut in den Wettkampf. Sie schoss konzentriert, jedoch sehr langsam und musste öfter absetzten. Etwas in Zeitnot lief es in der letzten Serie nicht mehr richtig und sie schaffte 86 Ringe, also 363 insgesamt. Ihr Rettenbacher Gegner sicherte sich mit 366 Ringen den Punkt.

Richtig spannend wurde es auf Position vier mit Bernd Göltl vom SVHO gegen die Rettenbacherin Maria Schausbreiter. Göltl legte langsam und konzentriert schießend mit 93,95,94 vor. Schausbreiter beendet schnell schießend mit 370 Ringen. Also eine leichte Aufgabe für Göltl. Seine letzte Serie mit 88 Ringen brachte zwar sehr gute 370 Ringe, was aber nur zu einem Unentschieden, also Stechschuss reichte. Somit stand es 2:2 nach Punkten. Hitzhofen mit 1858 Ringen sogar Mannschaftrekord, gegenüber 1847 von Rettenbach. Der Stechschuss musste wieder einmal die Begegnung entscheiden, ein Schmankerl für die Zuschauer, die „Hölle“ für die Schützen. Gleich der erste Schuss entschied die dramatische Begegnung zu Gunsten der Rettenbacher.

Der erste Wettkampf war schon verloren, die Punkte weg. Also sollte die letzte Begegnung den erhofften Punktgewinn für Hitzhofen bringen. Es ging gegen den Gastgeber, den Adlerschützen Unteriglbach. Hitzhofen hatte sich ja in der Mittagsbegegnung mit der 1858 großen Respekt verschafft. Und Unteriglbach konnte zufrieden vermerken, dass ein Spitzenergebnis nicht immer zum Sieg reichen muss. Außerdem würden sie bei einem weiteren Sieg in der Tabelle an Hitzhofen vorbeiziehen – Rettenbach allerdings auch.

Und diese Partie war mehr als spannend und dramatisch. Paul Fröhlich vom SVHO hatte nach drei Serien mit 95, 95, 92 gegen Michael Steinbauer von Unteriglbach mit 93,95,93 einen Ring Vorsprung. Die Spannung steigerte sich, als Steinbauer mit 373 beendete und Paul Fröhlich noch fünf Schüsse zu absolvieren hatte. Fröhlich hatte vier Schuss vor dem Ende mit einer 8 einen Ausrutscher und konnte die Partie nur noch mit drei Mal zehn gewinnen. Fröhlich, seit kurzem im Nationalkader der Erwachsenen, zeigte, was er gelernt hatte – und er schaffte drei Mal die Zehn und gewann die Partie mit 374:373 Ringen.

Nicht weniger spannend verlief es in der zweiten Paarung, Andrea Heckner vom SVHO gegen Johannes Schauer. Beide begannen grandios, Schauer mit 94,95,94, Heckner mit 95,94,94, obwohl zwischendurch bei ihr versehentlich eine Null und beim Bernd Göltl eine 2 angezeigt wurde. Aber davon ließ sich die Andrea nicht beeindrucken. Es war heute ihr Tag. Also auch hier musste die letzte Serie die Entscheidung bringen. Schauer beendete den Wettkampf schnell mit einer 93 und schaffte gute 377 Ringe. Heckner startete sehr gut in die letzte Serie, als beim letzten Schuss plötzlich für die Zuschauer eine 10,7 für Heckner und auf Stand 10 für die Laura Schnaidt eine Null angezeigt wurde. Die Hitzhofener Zuschauer jubelten schon, jedoch hatte Heckner ja gar noch nicht geschossen. Es war auch für die Zuschauer nicht mehr einfach, den Wettkampf zu verfolgen. Heckner musste sich beim letzten Schuss noch einmal voll konzentrieren. Es war leider keine zehn sondern nur eine acht. Dennoch reichte es für Andrea Heckner und die Paarung war mit 378:377 gewonnen. Andrea Heckner zeigte an diesem Tag eine sehr gute Leistung und kam mit den widrigen Bedingungen sehr gut zurecht. Sie erwähnte im Interview die super Förderung der bayerischen Polizei beim Spitzensport.

Es waren also schon mal zwei Einzelpunkte eingefahren, einer fehlte noch. Lisa Schnaidt von SVHO schoss gute 367 Ringe, musste sich aber dem Unteriglbacher Pavel Skopovy (A) mit 371 geschlagen geben. Auch Bernd Göltl vom SVHO kam am Nachmittag nicht so gut und locker in den Wettkampf, litt auch etwas unter den technischen Störungen und musste letztendlich dem furios startenden Unteriglbacher Stefan Degenhart mit 361:368 klein beigeben.

Es stand also 2:2 nach Punkten. Laura Schnaidt vom SVHO in der Paarung fünf änderte ihre Strategie. Schoß sie Mittags noch langsam und kam und Zeitnot nicht zum gewünschten Ergebnis, so änderte sie wohl nach Rücksprache mit ihrem Trainer und Mannschaftskapitän Walter Sbarra die Taktik. Sie legte flott mit 92,92 vor und konnte trotz technischer Störung im Umfeld mit 94,94 weiterschießen. Sie schaffte 372 Ringe, was zugleich persönlicher Rekord für sie bedeutete. Meyer Roland von Unteriglbach hatte hier mit 361 Ringen das Nachsehen und musste anerkennend den Punkt an Hitzhofen abgeben.

Damit war die Partie mit 3:2 Punkten für Hitzhofen entschieden und der fest eingeplante Punkt für die weite Reise wurde auch geschafft. Auch ringmäßig waren die Hitzhofener wieder mit 1852 Ringen knapp vor Unteriglbach mit 1850 Ringen, alles sehr knapp. Die Hubertusschützen Hitzhofen Oberzell habe alle Ziele voll erreicht.

Die beiden anderen Begegnungen in Unteriglbach:

In der Vormittagsbegegnung gewann der Gastgeber Unteriglbach gegen die dem Schneechaos entflohenen Raistingern mit 3:2 (1834:1816).

In der ersten Nachmittagsbegegnung gewann SV Rettenbach gegen SG Raisting mit 3:2 (1847:1841).

Michael Steiger, Walter Sbarra, Trainer und Mannschaftsführer im Interview:

Es wurden alle Ziele erreicht. Paul Fröhlich ist der beste Schütze in der zweiten Bundesliga Luftpistole Süd. Der erste Wettkampf in Erlangen wurde gleich mit zwei Siegen und Mannschaftsrekord von 1852 begonnen und der letzte Wettkampf steigerte den Mannschaftsrekord gar auf 1858 Ringe. Eine sehr guter Abschluss und die beste Voraussetzung für die nächste Saison. Man habe den Platz drei erreichen wollen, um im ersten Jahr nicht gleich in die Relegation für den Aufstieg in die erste Bundesliga zu müssen. Die junge Mannschaft soll sich erst finden und zusammenschweißen dann sehe man in der nächsten Saison weiter. Da Kelheim eine Mannschaft in der ersten Bundesliga hat, können die Zweitplatzieren nicht an den Aufstiegswettkämpfen teilnehmen. Somit ist der vierte Platz für Hitzhofen richtig, weil der dritte Platz in die Aufstiegskämpfe muss, was Hitzhofen in diesem Jahr nicht wollte.

Pauleser als Betreuer und Organisator meinte gar: Das ich langjähriger aktiver Schütze so etwas in unserem Verein noch erleben und mitgestalten darf, ist schon ein Geschenk. Das ganze Schützenjahr war für unseren Verein eine fantastische Geschichte, wie ein Traum.

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