Chronik

1952 – 1960

Der Schützenverein „Hubertus“ Hitzhofen / Oberzell e.V. wurde eigentlich in Hofstetten gegründet. In der Nachbarortschaft fand im Jahre 1952 ein Schützenfest statt. Als man dort gemütlich beisammen saß, dachten sich sechs Männer aus Hitzhofen, dass ein Schützenverein auch in Hitzhofen notwendig wäre. Diese sechs Männer waren der Bäckermeister Josef Wittmann, Michael Kätzlmeier, Andreas Beringer, Karl Wein, Bartholomäus Beringer und Michael Meyer. Doch von dem Gedanken einen Schützenverein zu gründen bis zu dessen Verwirklichung vergingen noch einige Monate. Erst im Mai 1953 fand im Gasthaus Beringer (Wastlwirt) eine Gründungsversammlung statt. Dem Verein gab man den Namen „Hubertus“ nach dem Patron der Jäger. Erster Schützenmeister und damit Gründungsschützenmeister wurde der bereits erwähnte Bäckermeister Josef Wittmann. Zum Vereinslokal wurde das Gasthaus Beringer bestimmt.

Wie schwierig die ersten Vereinsjahre waren, zeigt ein Beispiel: Um sich überhaupt sportlich betätigen zu können, musste im Vereinslokal in der Gaststube ein Schießstand errichtet werden. Da die Gaststube nicht die erforderliche Länge besaß, musste die Zwischenmauer zur Küche durchbrochen werden. Durch diesen „Durchlass“ wurde dann in die „Küche hinausgeschossen“.

Bereits im Jahr 1954 wurde ein Königsschießen durchgeführt. Erster Schützenkönig unseres jungen Vereins wurde Quirin Wittmann; seine Schützenlieseln waren Theresia Jörg und Johanna Knöferle.

 

Der erste Schützenkönig unseres Vereins war 1954 Quirin Wittmann. Er trägt noch eine
„magere“ Schützenkette. Mit auf dem Bild sind auch seine Lieseln Theresa Jörg (mit der
Liesel) und Johanna Knöferle

Zu einem Schützenverein gehört eine Fahne; deshalb wurden schon bald zum Kauf einer solchen Pläne geschmiedet. Dies war natürlich für den jungen Verein finanziell fast ein unlösbares Problem. Die Vereinsführung schaffte auch dies. Ein bunter Abend mit der Trachtenkapelle Mailing-Feldkirchen und eine Theateraufführung des Vereins erbrachten je 1200 DM. Dazu kam die große Spendenbereitschaft der Mitglieder.

 

Vom 13. bis 14 Juli 1957 wurde die Fahnenweihe abgehalten. Das ganze Dorf hatte sich festlich herausgeputzt. Viele Vereine aus nah und fern waren unsere Gäste. Unsere Fahne zeigt auf der Vorderseite den Hubertushirsch und auf der Rückseite unsere alte Pfarrkirche. Die Fahne wurde von der Firma Fahnen-Kössinger in Schierling (Niederbayern) gefertigt. Das Fest wurde gründlich vorbereitet unter der Leitung vom 1. Schützenmeister Josef Wittmann und dem Festleiter Otto Dworak. Erster Fähnrich war Quirin Wittmann, seine Begleiter waren Franz Koch und Helmut Anders. Der Festgottesdienst mit Weihe der Fahne fand vor der alten Kirche statt. Zelebrant war der Ortspfarrer Joseph Maier. Nach dem Gottesdienst zog man ins Festzelt, welches auf der Wiese des Wirtsbauern stand. Die Fest- und Erinnerungsbänder wurden durch die Festdamen Maria Bauer, Anna Wild und Walburga Welser überreicht.

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Weiheakt durch H. Pfarrer J. Maier
Fahnenbraut Anna Wild und der Fähnrich des Patenvereins “Tell Lippertshofen”
kreuzen die Fahnen. Der Festgottesdienst mit Weihe unserer Fahne wurde
nicht im Festzelt gehalten, sondern im Freien vor der alten Kirche.

Die Patenschaft für unsere Fahne übernahm der Nachbarverein „Tell“ aus Lippertshofen. Bei der Fahnenweihe wurde auch ein Festschießen abgehalten. Im Garten des Vereinslokals wurde dazu ein Schießstand errichtet.

1961 -1970

Anfang der sechziger Jahre wollte man unter dem 1. Schützenmeister Franz Kindermann im Garten des Vereinslokals einen Schießstand mit Kegelbahnen errichten. Das Vereinsleben und insbesondere der Schießsport als solcher sollte durch dieses Vorhaben neue Impulse bekommen. Das in der Planung schon sehr weit fortgeschrittene Bauvorhaben – der Bauplan war bereits genehmigt – zerschlug sich im letzten Augenblick. Bereits im Jahr 1963 erhielt der Verein eine Satzung und wurde ins Vereinsregister des Amtsgerichts Eichstätt eingetragen. Im Jahr 1964 wurde das Vereinslokal gewechselt. Die Schützen „zogen“ ins Cafe Wittmann um. Da in diesem Lokal aus Platzgründen der Schießsport nicht ausgeübt werden konnte, stellte die Baufirma Anton Ganser zum Schießen eine Baubaracke zur Verfügung.

Nachdem der Vereinswirt 1966 einen Saal erbaute, konnten wir mit vier Schießständen einen geregelten Schießbetrieb durchführen. Vom 12. bis 19. August 1967 fand mit 16 geladenen Vereinen ein Schießstanderöffnungsschießen mit vielen Preisen statt.

Beim Schießen in dem 1966 neu erbauten Saal des neuen Vereinslokals “Cafe Wittmann”
v.l.: Franz Winterstein, Kasimir Bogdans, Willi Schreiber, Hans Puritscher

1966 nahm der Verein erstmals, dank der Initiative des 1. Schützenmeisters Franz Winterstein, mit zwei Mannschaften an den Rundenwettkämpfen in der C-Klasse Luftgewehr des Schützengaus Eichstätt teil. Eine Mannschaft schaffte im „Durchmarsch“ den Aufstieg bis in die Gauliga. Im folgenden Jahr musste sie allerdings wieder in die A-Klasse zurück; in dieser Klasse konnte sie immer eine gute Rolle spielen. Es war erstaunlich, dass man bereits nach kurzer Zeit sehr gute Schützen im Verein hatte; so erreichte 1968 Hans Puritscher bei den Bayerischen Meisterschaften in der Juniorenklasse mit 284 Ringen einen hervorragenden 4. Platz, ringgleich mit dem Drittplazierten, und hatte sich so für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Puritscher, Pauleser, S. Winterstein und L. Göltl wurden mehrmals in die Gau-Auswahl berufen.

1971 – 1980

Erst im Jahr 1978 schaffte unsere 1. Mannschaft mit den Schützen M. Pauleser, J. Puritscher, W. Heindl und S. Winterstein wieder den Aufstieg in die Gauliga. In den folgenden Jahren nahmen bis zu vier Mannschaften an den Rundenwettkämpfen im Luftgewehrschießen teil.

Im Jahr 1978 errichteten die neuen Vereinswirtseheleute Michael und Walburga Moßburger einen neuen Saal. Im Keller wurde von uns eine Schießanlage mit acht Ständen für Luftgewehr und zwei Stände für Zimmerstutzen gebaut; außerdem konnte ein größerer Aufenthaltsraum eingerichtet werden. Das Baumaterial wurde vom Vereinswirt zur Verfügung gestellt; zudem wurde auch Material wie z. B. Holz von Mitgliedern (Meyer Mühltal, E. Wild, R. Vogl) gespendet.

Die Bau- und Ausbauarbeiten wurden von uns erbracht. In insgesamt 672 ½ Arbeitsstunden – von 41 Vereinsmitgliedern und von Nichtmitgliedern – in der Zeit von Juni 1978 bis Januar 1979 konnte der Schießstand und der Aufenthaltsraum fertiggestellt werden. Mit dem Vereinswirt wurde über die Nutzung ein Pachtvertrag über 15 Jahre abgeschlossen. Der Schießstand erhielt am Samstag, den 24. März 1979 durch Ortspfarrer Joseph Maier die kirchliche Weihe. In der Zeit vom 16. Juni bis 14. Juli 1979 wurde ein Jubiläums- und Standeröffnungsschießen durchgeführt.

 

 

Einweihung des neuen Schießstandes im Keller des Vereinslokals durch Pfarrer J. Maier am 24. März 1979.

 

 

 

Gemütliches Beisammensein nach einer Festausschusssitzung im neu geschaffenen Aufenthaltsraum.

 

 

Bis dahin waren die Jahre 1978 und 1979 für die Vereinsmitglieder und insbesondere für die Vorstandschaft die arbeitsreichste Zeit. Wurde doch ein neuer Schießstand einschließlich Aufenthaltsraum gebaut, ein Standeröffnungsschießen durchgeführt und des weiteren musste das 25 jährige Gründungsfest organisiert werden. Außerdem wurden auch 11 Schützenfeste besucht. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 24. Juli 1978 stimmten alle 47 anwesenden Mitglieder für ein Fest „im großen Rahmen“. Zur Vorbereitung des Festes wurde ein Festausschuss gebildet. In mehreren Sitzungen dieses Gremiums – zunächst unter Vorsitz des 1. Schützenmeisters Adolf Jörg, später unter der Leitung des Festleiters Heinrich Dworak wurde das Fest vorbereitet.

 

Das Gründungsfest fand vom Freitag, den 20. Juli bis Montag, den 23. Juli 1979 statt. Am Freitag hatte Sepp Viellechner, ein bekannter bayerischer Volksmusiker, seinen Auftritt. Samstag gab es einen schönen Festabend mit Ehrungen für Mitglieder. Am Sonntag wurde zunächst der Festgottesdienst in der Pfarrkirche gefeiert. Anschließend ging es zum Frühschoppen ins Festzelt. Höhepunkt war natürlich der Festzug mit der Trachtenkapelle Konstein an der Spitze, dahinter die Festdamen Gabi Welser, Bernadette Beringer, Grete Schießl, Karin Wild, Erni Fleischmann und Maria Beringer. Ein besonderer „Farbtupfer“ im Festzug waren die einheitlich gekleideten Schützendamen. Insgesamt beteiligten sich am Umzug 68 Vereine und vier weitere Kapellen, darunter erstmals bei einem Umzug die vor einiger Zeit gegründete Bläsergruppe Graf, aus der die Blaskapelle Hitzhofen hervorging. Am Montag spielte zum Ausklang noch eine Kapelle zum Tanz auf. Schirmherr unseres 25-jährigen Gründungsfestes war der 1. Bürgermeister unserer Gemeinde Franz Kindermann.

 

Beim Festumzug: Fähnrich Josef Lindner, Schützenkönig Siegfried Jehs mit Liesl,
Jugendkönig Günther Speth mit Liesl und unsere Schützendamen.

 

 

 

Unsere Festdamen v.l.: Maria Beringer, Karin Wild, Erni Fleischmann,
Bernadette Beringer, Margarethe Schießl, Gabi Welser

 

 

 

Im Jahr 1979 hatten unsere Schützen auch große sportliche Erfolge. Die 1. Mannschaft wurde in der Disziplin Luftgewehr Gauligameister und stieg in die Bezirksliga auf. Es waren die Meisterschützen.

Die 2. Mannschaft schaffte den Aufstieg in die A-Klasse. Siegfried Winterstein wurde mit seinen Mannschaftskollegen Franz Müllers und Dieter Lehr mittelfränkischer Bezirks- und Bayerischer Meister in der Jugendklasse Luftgewehr. Bei der Deutschen Meisterschaft errangen sie den 3. Platz. Außerdem schaffte Siegfried Winterstein beim Oktoberfestschießen in der Jugendklasse Luftgewehr einen hervorragenden 2. Platz.

„Hubertusbrettl“

Bei gesellschaftlichen Veranstaltungen des Vereins wurden oftmals Einakter unter der Leitung von Kurt Drews aufgeführt. Im Frühjahr 1980 beschloss der Vereinsausschuss mit dem 1. Schützenmeister Wilhelm Schießl, eine eigene Theatergruppe zu gründen. Die 2. Schützenmeisterin Hermine Heindl wurde beauftragt, sich der Sache anzunehmen. Bereits im Oktober des gleichen Jahres wurde unter der Regie von Lehrer Georg Frisch das Stück „Die Rache der verschmähten Jungfrau“ mit großem Erfolg aufgeführt. Ab 1981 führte Emmi Löffler die Theatergruppe. Das“Hubertusbrettl“, so nannte sich die Gruppe, trennte sich 2001 auf eigenen Wunsch vom Schützenverein und nennt sich nun „d’Hitzhofener Theaterleid.“ Das Hubertusbrettl führt zurzeit keine Theaterstücke auf.

 

Unsere Theatergruppe bei der Gründung 1980.

sitzend v.l.: Wilhelmine Schießl, Johann Strobl, Hermine Heindl, Georg Frisch stehend v.l.: Philomena Alexander, Alfred Nuber, Winfried Dworak, Martha Göltl, Christl Wölki, Ludwig Göltl, Otto Löffler

 

 

In einer In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 28. November 1980 wurde die überarbeitete Satzung von 1963 einstimmig angenommen. Unser Verein wird nunmehr unter der Nummer 381 beim Registergericht des Amtsgerichts Ingolstadt geführt.

1981 – 1990

Die Vorstandschaft unter dem 1. Schützenmeister Wilhelm Schießl beschloss im April 1981, nach 15 Jahren wieder einen Maibaum aufzustellen. Im Einvernehmen mit Bürgermeister Franz Kindermann wurde ein Platz an der Oberzeller Straße gegenüber dem alten Rathaus ausgewählt. Bei Bier und Brotzeit, musikalisch von der Blaskapelle Hitzhofen umrahmt, wurde exakt um 17.00 Uhr mit dem Aufstellen des Baumes begonnen. Der Baum stammte aus dem Gemeindewald in Hofstetten. Spätere Maibäume wurden oft von Michael Meyer, Mühltal, gespendet. Mit der FFW kam man überein, sich beim Aufstellen im Jahresrhythmus abzuwechseln. Seit 1985 wird ein geschälter und weißblau gestrichener Baum, versehen mit den Vereins- und Zunftzeichen, aufgestellt. Im Jahr 2000 wurde uns der Maibaum gestohlen, den wir der Tradition entsprechend nach zähen Verhandlungen auslösten. Kriminelles hingegen geschah 1990 als ein bereits stehender Baum eingeschnitten wurde. Diese Tat kam den überführten Tätern teuer zu stehen. Sie mussten 2350 DM an den Verein zahlen.

Mit vereinten Kräften wird auf traditonelle Weise der Maibaum aufgestellt.

Beim 60-jährigen Gründungsfest mit Fahnenweihe beim befreundeten Nachbarverein „Hubertus“ Hofstetten im Jahr 1982 durften wir Pate sein.

1983 führten wir im Rahmen eines „Tag der offenen Tür“ ein Sportschießen und eine Ausstellung durch. Es beteiligten sich 115 Damen und Herren mit dem Luftgewehr und 31 mit der Luftpistole.

Bei einer Hubertusmesse mit den Jagdhornbläsern aus Eichstätt am 29.10.1983 wurde eine Gedenktafel für unsere verstorbenen Mitglieder geweiht. Die Messe wurde in Konzelebration von Ortspfarrer Richard Distler und Pater Direktor Anton Strobl gefeiert. Die Gedenktafel aus Juramarmor befindet sich im Gastzimmer des Vereinslokals.

Für den Jugendschützenkönig wurde 1985 eine Schützenkette in Altsilber gekauft.

Das Königsschießen brachte von Jahr zu Jahr immer mehr Mitglieder an die Schießstände; vor allem das Damenschießen fand immer mehr Zuspruch. Erstmals in der Vereinsgeschichte beteiligten sich 1987 beim Königsschießen mehr als 100 Schützen.

Nach dem Damenschießen beim alljährlichen Königsschießen sitzt man natürlich noch gemütlich beisammen.

 

 

1991 – 2000

Die Jahre vergingen „im normalen Vereinsbetrieb“ (Rundenwettkämpfe, Königsschießen, Besuch von Festen, gesellschaftliche Feierlichkeiten). Doch bereits 1993 stand wieder ein größeres Fest vor der Tür – nämlich das 40-jährige Gründungsfest. Die amtierende Vorstandschaft einschließlich des Ausschusses bildeten den Festausschuss. So war Josef Publik als 1. Schützenmeister auch der Festleiter. Außerdem führte der Verein das 39. Gauschießen in der Zeit vom 1. Mai bis 10. Juni 1993 durch. Edmund und Marianne Wild (Meierbauer) stellten uns eine Scheune zur Verfügung, die wir zu einem schmucken Schießstand umfunktionierten. Bei diesem Gauschießen nahmen 944 Schützen aus nah und fern teil.

Die Ehrengäste beim Eröffnungsschießen des 39. Gauschießen in Hitzhofen.

Das 40-jährige Gründungsfest fand von Freitag, den 16. bis Sonntag den 18. Juli 1993 statt. Am Freitag wurde ein Schafkopfturnier abgehalten. Am Samstag und Sonntag sorgten die Böhmfelder Bergbläser mit ihrem Kapellmeister Rektor H. Mayer für die musikalische Unterhaltung. Beim Festgottesdienst, zelebriert von Ortspfarrer Johann Öttl, und beim anschließenden Frühschoppen war die Blaskapelle Hitzhofen mit Franz Graf im Einsatz. 69 Vereine stellten sich zum Festzug am Sonntag Nachmittag auf. Im Anschluss an den Festzug erfolgte im Zelt die Proklamation der Gaukönige 1993, daran schloss sich die Preisverteilung des Gauschießens sowie die Bänderverleihung an die anwesenden Vereine. Schirmherr des Festes war unser Altbürgermeister und Ehrenmitglied Franz Kindermann.

Am 3.10.1993 wurde unsere Bogenabteilung gegründet. Zum Bogereferenten wurde Wolfgang Göltl gewählt. Bereits während des Gauschießens wurde mit dem Bogen geschossen. Dabei stellte sich heraus, dass es in unserem Dorf sehr viele Anhänger dieser Disziplin gab. Im sogenannten Gemeindeschlag beim Sportgelände wurde ein Bogenplatz mit Hütte errichtet. Dort wurden auch mehrere Bogenfeste für die Bevölkerung abgehalten. Bereits 1996 beteiligte man sich an den Rundenwettkämpfen. Die Bogenschützen der ersten Stunde waren Wolfgang und Jürgen Göltl, Robert Wein, Xaver Spangler, Horst Alexander, Christine Netter, und Markus Geyer. Seit 1997 beteiligen wir uns an den Gau-, Bezirks-, Bayerischen- und Deutschen Meisterschaften. Dabei wurden speziell bei den Gau- und Bezirksmeisterschaften viele erste und vordere Plätze erzielt.

 

 

Unsere Bogenschützen beim Training.
Eine schöne Schießsportart, die reges Interesse bei allen Altersgruppen weckt.

 

 

 

Beim Bogenfest können alle Dorfbewohner Ihr Können zeigen. Viele versuchen Ihr Glück.

 

Bis zum Bekanntwerden, dass sich der Gemeinderat mit Plänen zum Bau einer Sporthalle, Feuerwehrhaus und Bauhof beschäftigt, verlief das Vereinsleben in ruhigen Bahnen. Danach wurde die größte Herausforderung des Schützenvereins „Hubertus“ Hitzhofen-Oberzell in die Wege geleitet.

In der Ausschusssitzung vom 24. Mai 1999 wurde 1. Schützenmeister Franz Winterstein beauftragt, bei Herrn Bürgermeister Andreas Dirr vorzufühlen, ob bei dem gemeindlichen Bauvorhaben Räumlichkeiten für den Schießsport möglich sind. Die Vorstandschaft und der Ausschuss waren sich einig, dass diese einmalige Chance genutzt werden soll, um eigene Räumlichkeiten für den Schießsport, vor allem für Kleinkaliber, zu haben.

Bereits in der Ausschusssitzung vom 23. Juni 1999 wurde einstimmig beschlossen, an die Gemeinde einen offiziellen Antrag auf Einplanung von Räumen für den Schießsport beim Bau der Sporthalle bzw. eines Feuerwehrhauses zu stellen.

Am 23. September 1999 wurde der Antrag beim Bürgermeister eingereicht. In der Gemeinderatssitzung am 2. November 1999 wurde dem Gemeinderat unser Antrag erstmalig vorgelegt. Zwischenzeitlich beschloss der Gemeinderat ein Feuerwehrgerätehaus auf gemeindeeigenem Grund am Ortsausgang Richtung Hofstetten zu errichten. In der genannten Sitzung wurde beschlossen, dass das Architekturbüro Stich eine Planskizze mit Kostenschätzung zur weiteren Beratung vorlegen soll. Nach dieser Kostenschätzung kommt der gesamte Schießstandbau auf 485.000 DM, davon wurden für den Schützenkeller Rohbaukosten von 200.000 DM veranschlagt, welche von der Gemeinde getragen werden sollen. Nach mehrmaliger Diskussion und Beratung im Gemeinderat wurde am 15. Februar 2000 der lt. Tagesordnung vorgesehene Beschluss jedoch wieder vertagt.

In der außerordentlichen Mitgliederversammlung des Schützenvereins am 11. März 2000 stimmten von 46 Anwesenden Mitgliedern nach heftiger Diskussion 40 Mitglieder für den Bau des neuen Schützenkellers.

Auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung am 16. Mai 2000 stand unter Punkt 4 „Errichtung eines Gebäudes für die FFW Hitzhofen mit integriertem Bauhof und Schießständen im Kellergeschoss“. Als Bauherr firmiert die Gemeinde Hitzhofen und der Schützenverein „Hubertus“ Hitzhofen-Oberzell. Unserem Antrag wurde jetzt endlich mit 12:2 Stimmen zugestimmt. Somit stand dem Bau unseres Schießstands nichts mehr im Wege.

In den vorausgegangenen Diskussionen im Gemeinderat für oder gegen einen Schießstandbau im Keller des FFW-Hauses hat sich Bürgermeister Andreas Dirr grundsätzlich dafür eingesetzt und der Bau konnte somit auch verwirklicht werden. Ebenso hat unser 2. Schützenmeister Philipp Dirsch als Mitglied im Gremium des Gemeinderates bei seinen Kollegen energisch geworben und ist dabei keiner Debatte aus dem Weg gegangen.

2001 – 2010

Ein großes Problem war zunächst die Finanzierung des Schützenkellers. In einem Aufruf an alle Vereinsmitglieder wurde um Spenden und zinsloses Darlehen gebeten, weil die vorhandenen Eigenmittel bei weitem nicht ausreichen würden und der zu erwartende Landeszuschuss von 123.000.-DM erst Jahre später zu erwarten ist. Erfreulicherweise konnte dieser Betrag durch zinslose Darlehen der Mitglieder vorfinanziert werden. Hierfür vielen Dank, denn ohne diese Unterstützung wäre der Bau des Schützenkellers nicht möglich gewesen. Nachdem am 19.09.2000 der Baugenehmigungsbescheid erteilt wurde, die Rohbauplanung abgeschlossen, die Finanzierung gesichert, konnte am 10.April 2001 der 1.Spatenstich erfolgen.

Der Spatenstich für das Feuerwehrhaus und den Schützenkeller

Am 31. Januar 2001 wurde vom BSSB unser Zuschussantrag für 25 % Landeszuschuss der beihilfefähigen Kosten von 492.250.-DM in die Vorschlagsliste aufgenommen.

Im Zuge der Ausbauarbeiten stellte sich heraus, dass vor allem der KK- Stand durch die aufwendige technische Einrichtung höhere Kosten verursacht als eingeplant waren. Durch ein zinsloses Darlehen von 30.000.- EUR eines Vereinsmitgliedes konnte dieses Problem rasch behoben werden und der Schützenkeller funktionsfähig nach den neuesten Stand der Technik fertiggestellt werden. Vielen Dank!

 

 

 

Der Bau des Feuerwehrhauses mit Schützenkeller.

 

 

 

Zeitgleich mit dem Neubau des Schützenkellers wurde eine zweite große Herausforderung vom Verein geschultert. Vom 18. bis 20. Juli 2003 wurde das 50-jährige Vereinsjubiläum groß gefeiert. In vielen Sitzungen, geführt von den Festleitern Alfons Winterstein und Philipp Dirsch entstand ein wunderschönes Programm. Unsere Fahne hatte mittlerweile auch die ein oder andere Schramme. Deshalb wurde sie restauriert und am Festsonntag neu geweiht.

Neue Schützenanzüge und Dirndl wurden ebenfalls angeschafft. 15 Festdamen, 2 Festbräute und eine Festmutter gaben den Festtagen einen besonderen Reiz.

Der Gesamtverein im neuen “Outfit” beim Gruppenfoto für die Festschrift 2003

 

 

Am Freitag begann das Fest mit einem Discoabend. Dazu konnte der bekannte Radiomoderator Wolfgang „Leiki“ Leikermoser als Anheizer gewonnen werden. Dies ließen sich natürlich nicht viele Leute entgehen, so dass die Besucher in Scharen nach Hitzhofen kamen.

Der Festsamstag begann mit dem Einholen des Patenvereins „Tell“ Lippertshofen. Gemeinsam zog man dann zur Kirche, wo unser Herr Pfarrer Franjo Skok und einige Gemeindevereine abgeholt wurden. Ein Standkonzert von den Hitzhofenern Bläsern folgte. Von dort aus marschierte man zum Friedhof, um dort an unsere verstorbenen Vereinsmitglieder zu gedenken. Mit dem Bieranstich durch den Schirmherren Bürgermeister Andreas Dirr wurde das Fest dann offiziell eröffnet. Ein schöner Festabend mit den Bavaria-Buam, Ehrungen und einer gekonnten Tanzeinlage unserer Festdamen werden vielen unvergessen bleiben.

 

Die Festdamen begeisterten mit ihrer Showtanzeinlage!

Der Sonntag begann dann bereits um 7.00 Uhr mit dem Weckruf. Bei dem im Festzelt abgehaltenem Gottesdienst wurde die neu renovierte Fahne durch Herrn Pfarrer Franjo Skok geweiht. Bei extrem heißen Temperaturen fand am Nachmittag ein herrlicher Festzug durch unser schön geschmücktes Dorf statt. Über 70 Vereine nahmen daran teil. Musikalisch wurde dann im Zelt Stimmung duch die Festkapelle „Reinhard Reisner Band“ gemacht. Die drei Festtage fanden ein schönes Ende.

Der Festzug war der Höhepunkt unseres Festes.

Am Montag, 21. Juli 2003 fand im Festzelt noch ein politischer Abend mit dem damaligen Bayererischen Innenminister Günther Beckstein statt. Dieser trug sich auch in das „Goldene Buch“ der Gemeinde ein.

 

Staatsminister des Inneren   Günther Beckstein beim Eintrag ins „goldene Buch“   der  Gemeinde

 

 

 

 

 

… und der Verein schreibt weiter Geschichte.

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