Traumstart für Hitzhofen in der 2. Bundesliga und Bezirksligen

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Die Luftpistolenwettkämpfe der zweiten Bundesliga starteten am vergangen Wochenende. Für den SV Hubertus Hitzhofen war es nach dem erfreulichen Aufstieg die erste Saison in dieser Liga. Da drei Schützen im Nationalkader vertreten sind und auch bei der Weltmeisterschaft in Südkorea eingesetzt waren, war in der Vorbereitungsphase erst einmal Pause angesagt. Der Trainer Walter Sbarra plante deswegen auch keine großen Trainings ein, so dass lediglich das Oktoberfestschießen 2018 als Leistungstest dienen sollte. Ausgerechnet Walter Sbarra, der Trainer, schaffte hier einen wahren Glückschuß und wurde Landesvizekönig mit der Luftpistole.

Am vergangenen Sonntag war es auch für die Hitzhofener Luftpistolenschützen soweit, erster Wettkampftag bei den HSG Schützen in Erlangen. Ein kleiner Fanclub und eine Gefühlsmischung zwischen Freude, Hoffen und Bangen ist wohl auch mitgefahren. War es für die Hitzhofener Schützen nach der sensationellen Meisterschaft in der Bayernliga und dem Aufstieg in die zweite Bundesliga doch mehr als eine neue Herausforderung. Des Kader der Hitzhofener Schützen besteht aus acht Schützen.

Erste Begegnung Hubertus Hitzhofen : Auerhahn Steinberg

Am ersten Wettkampftag waren alle fit und es wurde mit der Stammbesetzung Paul Fröhlich, Lisa Schnaidt, Andrea Heckner, Bernd Göltl und Laura Schnaidt angetreten. Im ersten Wettkampf um 12:30 Uhr ging es gegen Auerhahn Steinberg, ein erfahrenes Bundesligateam. Und diese Begegnung sollte es in sich haben, was Spannung und Dramatik betrifft. Gleich nach dem holprigen Start beider Mannschaften wechselte ständig die Führung zwischen Auerhahn Steinberg und SV Hubertus Hitzhofen. Die Zuschauer konnten alles live am Bildschirm mitverfolgen. Spannung auch in der Paarung zwei. Die in Führung liegende Hitzhofener Schützin Lisa Schnaidt setzte eine sechs tief, was natürlich mit einem Führungswechsel quittiert wurde.

Und nach vier überaus spannungsgeladenen Serien stand es 2:2 unentschieden. Der Hitzhofener Paul Fröhlich gewann seine Partie mit 374:367 gegen Konrad Schneider. Lisa Schnaidt musste mit 361:364 gegen den Steinberger Stefan Kupillas ihren Punkt abgeben. Auch Andrea Heckner unterlag mit 366:370 dem Steinberger Roman Schneider. Bernd Göltl lag immer leicht vorne, was auch das Endergebnis von 358:357 gegen den Steinberger Timo Kraus belegte. In der Paarung fünf, der Hitzhofenerin Laura Schnaidt gegen den Steinberger Herbert Hartl stand es nach 40 Wertungsschüssen 361:361. Nach vier überaus spannungsgeladenen Serien stand es 2:2 unentschieden. Ein Stechschuß musste die Entscheidung herbeiführen. Es ging also, um in der Tennissprache zu schreiben, um „Spiel, Satz und Sieg“.

Die Hitzhofener Schützin Laura Schnaidt eröffnete mit einer neun, was der Steinberger Herbert Hartl ebenfalls mit einer neun quittierte. Beim zweiten Schuss schoss Laura Schnaidt eine zehn und Herbert Hartl eine neun. Somit hat sich der Wettkampf, der lange Zeit nach einem Sieg der Schützen von Auerhahn Steinberg aussah, mit dem letzten Schuß gewendet und den Hitzhofener Schützen den ersten Sieg in der zweiten Bundesliga eingebracht. Hier zeigte sich wieder, dass auch die „hinteren Paarungen“ Punkte holen können und diese genauso wertvoll für den Sieg sind. Auch wenn Erinnerungen an die Bayernliga wach wurden, wo die Hitzhofener Schützen auch an den Vormittagswettkämpfen eine kleine Schwäche zeigten.

Zweite Begegnung HSG Erlangen : SV Hubertus Hitzhofen

Nach der Mittagspause ging es in der zweiten Partie gegen die ebenfalls erfahrenen Schützen von der HSG Erlangen, die zudem als Gastgeber angetreten sind. Die Partie startete viel versprechend, denn obwohl die Hitzhofenerin Andrea Heckner in der dritten Paarung mit einer acht startete, so legte sie gleich klare sieben Zehner nach. Dann passierte auch ihr ein Missgeschick. Irgendwie ist ihr der letzte Schuß „abhanden“ gekommen und es wurde eine Drei angezeigt. Und ihre Superserie wurde auf 90 Ringe zurückgestutzt.

Aber die Andrea schoss zügig weiter und kämpfte sich mit folgenden 93,94,94 zurück und schloß mit 371 Ringen ab. Ihr Gegner der Erlanger Hans-Rainer Wagner, der die gesamte Partie wegen des Missgeschicks der Andrea vorne lag, zeigte alleine schießend doch Nerven und unterlag letztendlich mit 369 Ringen. Die Paarung zwei verlief sehr eng, doch auch hier schoß die Hitzhofeneris Lisa Schnaidt schneller was  eine zu große Belastung für ihren Gegner Martin Bäuml von der HSG Erlangen war und 369:364 für Hitzhofen endete. Einfacher war es für die Hitzhofener Bernd Göltl und Laura Schnaidt, die von Anfang an keine Zweifel aufkommen ließen und ihre Paarungen mit 369:361 und 367:351 gegen die Erlanger Claudia Schardt bzw. Helmut Kauzmann gewinnen konnten.

In der Spitzenpaarung eins, dem Hitzhofener Paul Fröhlich gegen den Erlanger Matthias Nolte sah gleich zu Beginn für eine klare Angelegenheit für den Paul Fröhlich aus. Er legte mit hohen 96, 94 und 97 Ringen vor und sein Gegner der ihm dicht auf den Fersen war, musste letztendlich dennoch Federn lassen. Wäre da nicht die letzte Serie von Paul gewesen. Bei den letzten Schüssen hat ihn etwas das Glück verlassen, so dass es schließlich nur zu einem Unentschieden 369:369 reichte. Es kam zum Stechschuss, und da gibt es bekanntlich nie klare Favoriten, jeder kann gewinnen oder verlieren. Das Stechen endete 10:10 und 9:7 zugunsten des Erlangers Matthias Nolte. Das änderte aber nichts mehr am Gesamtergebnis, die Paarung war entschieden und endete mit 4:1 für Hitzhofen. Hitzhofen schoss in dieser Partie starke 1855 Ringe, was zugleich den bisherigen Mannschaftsrekord von 1843 Ringen beim Aufstiegskampf pulverisierte.

Die Hubertusschützen von Hitzhofen hat nach zwei sensationellen Auftaktsiegen in der zweiten Bundesliga den dritten Tabellenrang erreicht und behalten gleich mal eine weiße Weste. In zwei Wochen, am 28.10.2018 geht es zum nächsten Wettkampftag nach Raisting am Ammersee. Dort warten keine leichten Gegner auf die Hitzhofener Schützen, einmal SV Kelheim-Gmünd II und die Singoldschützen Großaitingen, die in der Tabelle dicht hinter Hitzhofen liegen. Nach dem guten Auftakt reisen die Hitzhofener Schützen guter Dinge nach Raisting und freuen sich schon auf einen schönen Wettbewerb.


Drei Auftaktsiege in der Bezirksliga für den Aufsteiger Hitzhofen mit dem LG

Die Schützen von Hubertus Hitzhofen haben in diesem Jahr noch zwei wichtige Aufstiege in die Bezirksliga geschafft. Einmal ist die erste Luftgewehrmannschaft in die Bezirksliga eins aufgestiegen.

Obwohl die Bezirksliga eins bei den Luftgewehrschützen eine sehr schwere Klasse ist, konnten die Hitzhofener Schützen mit drei Spitzenergebnissen ihre Wettkämpfe gewinnen und liegen aussichtsreich auf dem ersten Tabellenplatz. Beim letzten Wettkampf gegen Schernfeld „pulversisierten“ sie den Mannschaftsrekord mit 1546 Ringen.

Ergebnisse und Tabelle nach dem 3. Wettkampftag LG im Bezirk

Zwei Auftaktsiege in der Bezirksliga für den Aufsteiger Hitzhofen mit der LuPi

Unsere zweite Luftpistolenmannschaft schießt in die Bezirksliga vier bei den Pistolenschützen. Die Luftpistolenschützen haben nach zwei Wettkämpfen eine weiße Weste und belegen ebenfalls den ersten Tabellenplatz in der Bezirksliga vier.

Ergebnisse und Tabelle nach dem 3. Wettkampftag LuPi im Bezirk

Es ist zu erwarten, dass die Hitzhofener Schützen noch weitere gute Nachrichten liefern und so die Fahne für den Schießsport hochhalten.

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