Hubertus Hitzhofen holt den Meistertitel in der Bayernliga NW

Es grenzt schon fast an eine Sensation: Hitzhofen holt in der Disziplin Luftpistole Bayernliga NW die Meisterschale nach Hitzhofen. In der ersten Hälfte der Saison sah es lange danach aus, also ob die Hitzhofener am Vormittag keine Wettkämpfe gewinnen können. Seit der Rückrunde sieht es nun ganz anders aus, denn jetzt können sie ihre guten Einzelergebnisse auch in Punkte umwandeln.  Aber in 2018 ging es aufwärts und so ließen die Hitzhofener in den letzten drei Wettkampftagen keine Punkte mehr liegen. Walter Sbarra hat als Trainer und Mannschaftsführer offensichtlich alles richtig gemacht.  Kurioserweise hat er am  Abend zuvor noch bei den LG Schützen ausgeholfen und dafür gesorgt, dass alle Hitzhofener RWK-Schützen in 2018 eine weiße Weste behielten. Das ist bei immerhin 15 eingesetzten Mannschaften im Rundenwettkampf nicht selbstverständlich.

Nun kamen die vier Tabellenersten der Bayernliga Nordwest nach Hitzhofen zum „Showdown“. Und auf den ersten drei Plätzen sind sogar nur Vereine aus dem Schützengau Eichstätt vertreten. Und beim letzten Wettkampftag hatten die Hitzhofener zudem Heimrecht, was ja bekanntermaßen zwar für Betrieb im Schützenheim sorgt, aber auch eine besondere Belastung für den veranstaltenden Verein ist. Hitzhofen, die beim letzten Wettkampftag vor zwei Wochen ihren Spitzenschützen Paul Fröhlich krankheitsbedingt ersetzen mussten, konnten mit Christian Pauleser einen Ersatzschützen einsetzen, der gleich bei seinem Debüt in der Bayernliga beide Punkte nach Hitzhofen holte. Und so traten die Hitzhofener am Sonntagvormittag mit Tabellenplatz 3 beim Heimwettkampf gegen den Spitzenreiter Greding an. Und es klappte wieder: Hitzhofen besiegte den Spitzenreiter mit 3:2 dank einer geschlossenen Mannschaftleistung. Andrea Heckner schoss dabei mit 383 Ringen persönlichen Rekord und zugleich das beste Einzelergebnis der gesamten Saison in der Bayernliga Nord.

In der nächsten Begegnung am Vormittag trat der Tabellenzweite FSG Eichstätt gegen den Tabellenvierten VFL Veitsbronn an. Und die Veitsbronner, die noch beim letzten Wettkampftag Sorge um den Klassenerhalt hatten, haben eine guten Tag erwischt.  Sie gewannen mit 4:1 Partien und ließen mit 1802 Ringen aufhorchen. Das war dann gleich eine faustdicke Überraschung am späten Morgen und die Hitzhofener rutschten in der Tabelle auf Rang 2 vor.

In der Mittagspause wurden die Schützen und Gäste in gewohnter Weise von dem Hitzhofener Team bewirtet, was um 10:00 Uhr schon mit einem Weißwurstfrühschoppen begann. Was Essen und Trinken anbetraf, kam garantiert keiner der Gäste und Schützen zu kurz.

Am Nachmittag stand die Partie des viertplatzierten VFL Veitsbronn gegen den Spitzenreiter FSG Greding an. Eigentlich eine klare Sache für Greding, doch der VFL Veitsbronn wuchs wieder über sich hinaus und brachte dem Spitzenreiter eine 3:2 Niederlage bei. Obwohl Greding mit 1802 Ringen ein sehr gutes Gesamtergebnis vorgelegt hatten, waren die Veitsbronner mit sehr guten 1809 Ringen noch besser. Der anwesende BSSB Sportleiter Karl-Heinz Gegner war sichtlich begeistert ob der Spannung die in der Luft lag und musste nun die sicher geglaubte die Überreichung der Meisterschale an Greding auf den letzten Wettkampf verschieben.

Die Hitzhofener ließen sich wieder etwas einfallen, für ausgefallene und gute Ergebnisse. Und so gab es für die beste Zehnerserie eine Maß Goaß. Diese sichterte sich der an Position 1 schießende Patrick Baumgartner vom VFL Veitsbronn mit 96 Ringen knapp vor Heike Haschke-Brandmüller von der FSG Greding. Die Heike sicherte sich dann in der Nachmittagsbegegnung ebenfalls eine Goaß, s. Foto.

Nun bahnte sich für die letzte Begegnung FSG Eichstätt gegen Hitzhofen nicht nur ein „Lokalderby“, sondern auch ein überaus spannender Wettkampf an. Die Sensation lag in der Luft und die Zuschauer kamen auf ihre Kosten. Allen war klar, wenn Eichstätt gewinnt, ist Hitzhofen wieder auf Platz 3 und alle Aufstiegshoffnungen für die 2. Bundesliga sind im Sande verlaufen. Sollte Hitzhofen aber gewinnen, dann ist Hitzhofen erster und gewinnt die Meisterschale. Und so knisterte es im vollbesetzten Schützenhaus in Hitzhofen. Die Nerven lagen blank und die Begegnung stand einem Tatortkrimi in nichts nach.

Paul Fröhlich, der EM Dritte von Ungarn, der beim letzten RWK noch mit einer Erkältung zu kämpfen hatte, lies sich davon nichts anmerken und legte auf Position 1 mit 96 Ringen gegen Stephan Klingler aus Eichstätt mit 88 Ringen vor.  Auch die junge Andrea Heckner lag mit 92 Ringen gegen den „Oldie“ Martin Hetzer aus Eichstätt vorne. aber auf den anderen Positionen hatten die Eichstätter die Nase vorne. Insbesondere Walter SBarra hatte mit einem Ausrutscher von 83 Ringen einen denkbar schlechten Start erwischt. Erst im Verlaufe des Wettkampfs legten die Gastgeber die Nervosität ab und lagen am Ende mit 4:1 Einzelpunkten vorne. Lediglich Walter Sbarra, der noch eine grandiose Aufholjagt geboten hatte, musste seinen Punkt an den Eichstätter Randolf Hetzer abgeben.  Am Ende lagen die Hitzhofener überglücklich mit 4:1 Punkten vorne und freuten sich riesig über den unerwarteten Sieg.

Der BSSB Sportleiter und zugleich Rundenwettkampfleiter  überreichte nun die Meisterschale an die Hitzhofener und es wurde noch gebührend gefeiert.

 

Die Ergebnisse gibt es unter rwk-ansbach.de zu finden.

► Zeitungsbericht im Eichstätter Kurier

►Bilder vom Bayernliga Rundenwettkampf in Hitzhofen

 

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