Hubertus Hitzhofen schafft den Bundesliga-Aufstieg

Für die Luftpistolenschützen der Hitzhofener Hubertusschützen ist im wahrsten Sinne ein Märchen in Erfüllung gegangen. Vor ein paar Wochen schafften Sie noch sensationell die Meisterschaft in der Bayernliga Nordwest (EK berichtete) und nun ist das schier unmögliche, der Aufstieg in die 2.Bundesliga wahr geworden. Am Samstag erreichten die Hitzhofener bei den Aufstiegswettkämpfen auf der Olympiaschießanlage von Hochbrück von acht Mannschaften den zweiten Platz. Mit denkbar 3 Ringen Vorsprung nach zwei Durchgängen sicherten sie sich den Aufstieg in die 2. Bundesliga Süd im Wettbewerb Luftpistole. Hitzhofen und ist nach Titting somit der zweite Schützenverein im Schützengau Eichstätt, der im bundesweiten Wettbewerb vertreten sind.

Als vor Hubertusschützen haben das schier unmögliche wahrgemacht und haben sich beim Aufstiegskampf für die zweite Bundesliga den zweiten Platz von acht Mannschaften gesichert. Somit schießt Hubertus Hitzhofen im nächsten Jahr in der zweiten Bundesliga. Walter Sbarra mit seiner Mannschaft war sichtlich gerührt und geschafft nach dem letzten Schuss. Es ging letztendlich sehr knapp zu, denn nach zwei Wertungsdurchgängen waren es nur 3 Ringe Vorsprung vor den Schützen von der HSG München. Den Tagessieg und somit auch den Aufstieg sicherten sich die Schützen von der SG Raisting mit 9 Ringen Vorsprung vor Hitzhofen.

Als sich vor vier Wochen die Hitzhofener sensationell die Meisterschaft in der Bayernliga Nordwest sicherten, waren sich alle einig, das wird wohl der Vereinshöhepunkt der Vereinsgeschichte bleiben. Ein Aufstieg schien unmöglich, dennoch wolle man sich beim Aufstiegskampf bestens verkaufen – dabei sein ist alles. Und es waren leistungsstarke Gegner am Start, die schon seit Jahren in die 2. Bundesliga wollten und heuer sollte es klappen. Walter Sbarra, der Trainer vom BSSB-Leistungsstützpunkt Hitzhofen schwört seine Mannschaft auf den Entscheidungskampf ein und überlies nichts dem Zufall. Es wurde fleißig trainiert, sogar in München auf der Olympiaschießanlage fand eine Trainingseinheit statt. Hitzhofen hatte mit seinen Kaderschützen Andrea Heckner und Paul Fröhlich zwei heiße Eisen im Feuer. Denn bei den Aufstiegswettkämpfen ging es nicht um den direkten Sieg der einzelnen Paarung,  sondern um die Gesamtringzahl der gesamten Mannschaft. Und da die Hitzhofener im Schnitt 20 Ringe Vorsprung vor den zweitplatzierten Gredingern hatten, sollte doch eine geringe Chance für einen Aufstieg bestehen.

Am Samstag war es dann soweit. Frühmorgens ging es nach München um sich vorher zu akklimatisieren und einzustimmen. Die Entscheidung wurde in zwei Durchgängen ausgetragen. Der erste Durchgang um 10:00 Uhr und der zweite Durchgang um 13:00 Uhr. Allen Hubertusschützen gelang mit der ersten Serie ein guter Start. Lediglich Mannschaftsführer Walter Sbarra musste eine 85er Serie schlucken, steigerte sich aber bei den nächsten Serien, wie die Mannschaftskollegen auch. Paul Fröhlich ließ mit der dritten Serie sogar mit einer 98er aufhorchen. Letztendlich schaffte die Hitzhofener 1843 Ringe, was zugleich Vereinsrekord war. Das bedeutete nach dem ersten Durchgang Platz zwei.  Wesentlich dazu beigetragen haben die 378 von Paul Fröhlich, die 375 von Andrea Heckner, die Saisonbestleistung von Bernd Göltl mit 371 Ringen, Laura Schnaidt schaffte sehr gute 362 und Walter Sbarra konnte seine 85er Serie mit 357 fast wieder ausgleichen. Lediglich die favorisierten Schützen von der SG Raisting brachten mit 1846 Ringen noch 3 Punkte mehr. Dicht hinter Hitzhofen waren die Schützen von der ebenfalls favorisierten HSG München 2 mit 3 Ringen auf Tuchfühlung zu den Aufstiegsrängen. Auf dem 4. Rang, mit weiteren 13 Ringen Abstand folgten die Schützen von der FSG Greding.

Es war also alles offen, die ersten drei lagen sehr eng zusammen. Der zweite Durchgang sollte die Entscheidung bringen. Alle Mannschaften begannen sehr nervös, nur die Hitzhofener legten alle mit 90 Serien los, Paul Fröhlich legte sogar eine 97 Serie vor. Die Raistinger hatten einen schwachen Start und verloren nach der ersten Serie sage und schreibe 19 Ringe auf Hitzhofen. Somit lagen die Hitzhofener nun mit 16 Ringen Vorsprung vorne. Und auch die dicht hinter Hitzhofen liegenden Schützen der HSG München hatten einen denkbar schwachen Start und lagen nun mit 21 Ringen hinter Hitzhofen. Es sah also sehr gut aus für die Hubertusschützen aus Hitzhofen. Im weiteren Verlauf zeigten dann allerdings die Hitzhofener doch Nerven und die Gegner wurden sehr viel stärker. Und dann musste genau nachgerechnet werden. Dabei lagen die Nerven auch bei den Zuschauern blank. Die Schützen von der SG Raisting brachten mit 1834 Ringen das beste Ergebnis im zweiten Durchgang und sicherten sich den Gesamtsieg. Hubertus Hitzhofen und die HSG München schossen beide knapp dahinter 1828 Ringe. Da Hitzhofen aber 3 Ringe Vorsprung vom Vormittag mitgebracht haben, reichte es für den zweiten Platz und somit für den Aufstieg in die zweite Bundesliga Süd mit der Luftpistole.

Noch am Stand löste sich die Anspannung bei den Schützen und Zuschauern in Jubelschrei und Freudentränen. Die Hitzhofener planen nun auch schon eine Aufstiegsfeier.

Siegerliste nach beiden Durchgängen:

1. SG Raisting 3680 Ringe
2. SV Hubertus Hitzhofen 3.671 Ringe
3. HSG München 3.668 Ringe
4. FSG Greding 3.636 Ringe
5. Kgl. Priv. HSG Regensburg 3.620 Ringe
6. VSG Dingolfing 3.602 Ringe
7. Wildbachschützen Landshut 3.572 Ringe
8. HSSV Hof 3.571 Ringe

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Noch am Stand legte sich die Anspannung bei den Schützen und Zuschauern und es erfolgte ein Jubelschrei der gesamten Mannschaft und es folgten Freudentränen. Ungläubig fragten sich die Schützen ob das alles wahr ist oder ein Traum. Noch vor Stunden war alles unfassbar und unerreichbar und nun ist alles Wirklichkeit, kein Traum, kein Märchen.

Die frohe Botschaft machte im Internet schnell die Runde und es gab viele Glückwünsche. Zu Hause wurde im Schützenheim standesgemäß noch richtig gefeiert. In kürze wird es noch eine richtige Aufstiegsfeier geben. Die Hitzhofener Schützen bedanken sich bei den Schützen der FSG Greding und der FSG Eichstätt. Sie haben sich in der gesamten Bayernligasaison einen fairen und sportlichen Wettkampf geliefert und waren und ein Aushängeschild für den Schützensport.

►Bilder vom Aufstiegskampf

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